Beginnen Sie mit einer gemeinsamen Beschreibung
Ein Angebot nennt die neue Haustür samt Ausbau und Entsorgung. Ein anderes enthält nur das Türelement und eine Montagepauschale. Die Endbeträge lassen sich erst sinnvoll vergleichen, wenn klar ist, wer die alte Zarge entfernt, beschädigten Putz ausbessert und den Bodenanschluss fertigstellt. Die Verbraucherzentrale empfiehlt deshalb, Angebote zunächst auf Vollständigkeit einschließlich Vor-, Neben- und Nacharbeiten zu prüfen. Hinweise zum Angebotsvergleich
Beschreiben Sie allen angefragten Betrieben dasselbe Vorhaben. Dazu gehören Gebäudestandort, vorhandene Tür mit Seitenteilen oder Oberlicht, gewünschtes Material, Öffnungsrichtung und Ihr Ziel. Geht es vor allem um Zugluft, eine leichter bedienbare Tür, mehr Einbruchschutz oder eine neue Gestaltung? Kennzeichnen Sie Wünsche, bei denen Sie noch Beratung brauchen.
Fotos von innen und außen sowie ungefähre Maße helfen bei der ersten Einschätzung. Sie ersetzen das verbindliche Aufmaß nicht. Teilen Sie auch mit, ob der Flur beheizt ist und ob Arbeiten an Fassade, Boden oder Eingangsstufen geplant sind. Diese Angaben helfen dem Betrieb, den Austausch im Zusammenhang mit dem Gebäude zu planen.
Diese Positionen gehören nebeneinander
Nutzen Sie die folgende Tabelle als Vorlage. Tragen Sie zu jedem Angebot die konkrete Ausführung ein. Ein leeres Feld ist eine offene Frage und keine eingeschlossene Leistung.
| Vergleichspunkt | Was Sie schriftlich klären sollten |
|---|---|
| Türelement | Modell, Material von Rahmen und Türblatt, Maße, Öffnungsrichtung, Innen- und Außenansicht |
| Glas und Anbauteile | Glasausschnitt, Seitenteile, Oberlicht, Glasaufbau und Sichtschutz |
| Wärmeschutz | Ud-Wert, Nachweis und Bezug auf Bauart, Größe und angebotene Zusammenstellung |
| Einbruchschutz | Vereinbarte Widerstandsklasse, Zertifizierung und erfasste Ausstattung |
| Bedienung | Griff, Schloss, Zylinder, Schlüssel sowie gewünschte elektrische Funktionen |
| Aufmaß und Planung | Zuständigkeit, Kosten und Zeitpunkt vor der Fertigungsfreigabe |
| Ausbau | Demontage von Tür und Zarge, Abtransport und Entsorgung |
| Montage | Befestigung, Fugendämmung, Abdichtung und unterer Anschluss |
| Folgearbeiten | Putz, Anstrich, Bodenbelag, Entwässerung und gegebenenfalls Elektroarbeiten |
| Preis und Ablauf | Bruttogesamtpreis, Optionen, Abrechnungsgrundlage, Termine und Zahlungsplan |
Bitten Sie um eine Grundausführung, die Ihre Anforderungen erfüllt, und getrennte Preise für Extras. So erkennen Sie etwa den Aufpreis für einen anderen Griff oder eine Zutrittssteuerung. Eine umfangreichere Ausstattung lässt sich dann bewusst wählen. Sie verschwindet nicht unbemerkt im Gesamtbetrag.
Den Ud-Wert der gesamten Tür vergleichen
Der Ud-Wert beschreibt den Wärmedurchgang durch die gesamte Türkonstruktion. Rahmen, Türblatt und vorhandene Verglasung gehören dazu. Ein kleinerer Wert bedeutet bei vergleichbaren Bedingungen weniger Wärmeverlust durch das Bauteil. Die Einheit ist W/m²K. Ein Ug-Wert für das Glas oder ein Uf-Wert für den Rahmen beschreibt jeweils nur einen Teil. Auch ein Wert allein für die Türfüllung ersetzt den Ud-Wert nicht. Erläuterung des Gesamttürwerts
Fragen Sie bei einer Angabe wie “Ud bis zu …”, für welche Ausführung sie gilt. Entscheidend ist, ob der Nachweis zu Ihrer angebotenen Tür passt. Dabei muss nicht jede einzelne Tür eigens gemessen werden. Die technischen FAQ der KfW erlauben unter den dort beschriebenen Voraussetzungen einen Herstellerwert für Standardgrößen gleicher Bauart. Eine Ermittlung anhand der tatsächlichen Größe ist ebenfalls möglich. KfW, technische FAQ 5.01
Bei Seitenteilen und Oberlichtern sollte der Betrieb erklären, welche Elemente der angegebene Wert umfasst und welche Nachweise zusätzlich dazugehören. Übertragen Sie den Katalogwert einer geschlossenen Tür nicht ungeprüft auf einen Eingang mit großen Glasflächen. Lassen Sie sich außerdem bestätigen, dass nachträgliche Ausstattungsänderungen beim Nachweis berücksichtigt werden.
Für den Austausch an bestehenden Gebäuden nennt Anlage 7 Nummer 4 des aktuellen Gebäudemodernisierungsgesetzes einen Höchstwert von 1,8 W/m²K für neue Außentüren. Die Zeile enthält Ausnahmen für bestimmte Türarten. Ob die Anforderung bei Außenbauteilen beheizter oder gekühlter Räume greift, richtet sich nach § 36 einschließlich seiner Flächenausnahme. Daraus folgt keine allgemeine Pflicht, jede alte Haustür auszutauschen. § 36 GModG, Anlage 7
Einbruchschutz als Gesamtkonstruktion bestellen
Die Polizei empfiehlt bei Neu- und Umbauten geprüfte und zertifizierte einbruchhemmende Türen ab Widerstandsklasse RC 2 nach DIN EN 1627 ff. Dabei betrachtet sie das Zusammenspiel von Türblatt, Zarge, Schloss und Beschlag. Eine Mehrfachverriegelung allein belegt diese Klasse nicht. Polizeiliche Empfehlungen
Im Angebot sollte deshalb die vereinbarte Klasse der angebotenen Ausführung stehen. Fragen Sie bei Glasausschnitten, Seitenteilen, Oberlicht oder einer anderen Schlossausstattung nach, ob diese Zusammenstellung vom Nachweis erfasst ist. Lassen Sie sich den zugehörigen Nachweis nennen und die fachgerechte Montage bestätigen. Die Polizei betont, dass Sicherungen ihre Wirkung nur bei fachgerechtem Einbau entfalten.
Besprechen Sie zugleich die tägliche Bedienung. Soll die Tür beim Zuziehen automatisch verriegeln? Wie öffnen Sie von innen, wie erhalten weitere Haushaltsmitglieder Zugang? Bei elektrischer Ausstattung gehören die vorgesehene Bedienung bei Stromausfall, erforderliche Anschlüsse und die Einweisung ins Gespräch. Lassen Sie den Fachbetrieb die passende Lösung beschreiben, bevor Sie Zubehör auswählen.
Material, Glas und Bedienung zusammen auswählen
Holz, Kunststoff, Aluminium und Materialkombinationen bieten unterschiedliche Möglichkeiten für die Gestaltung. Die Materialbezeichnung allein reicht jedoch nicht, um Wärmeschutz oder Sicherheit zu beurteilen. Auch Aufbau und Ausführung zählen. Die Verbraucherzentrale rät, unter anderem Pflegebedarf, Einbruchsicherheit, Wärmeschutz und Gestaltung in die Auswahl einzubeziehen. Tipps zum Hauseingang
Lassen Sie sich Farbe, Oberflächenstruktur und Glas möglichst an einem Muster zeigen. Prüfen Sie die Ansicht von beiden Seiten. Bei einem Glasausschnitt sollten Sie neben dem Lichtgewinn festlegen, wie viel Einblick Sie zulassen möchten. Schreiben Sie den gewünschten Sichtschutz ins Angebot, damit eine spätere Bemusterung nicht zu einer anderen Kalkulation führt.
Probieren Sie auch Griff und Schließfunktion aus, wenn ein passendes Muster zugänglich ist. Eine optisch passende Tür muss sich von den Menschen bedienen lassen, die sie täglich nutzen. Bei Einschränkungen der Handkraft oder einem Rollator lohnt es sich, diese Anforderungen im ersten Beratungsgespräch zu nennen.
Das Aufmaß muss den Bestand erfassen
Beim Aufmaß geht es um mehr als Breite und Höhe. Der Betrieb sollte auch Wandaufbau, vorhandene Zarge, Anschlag, Bodenhöhen und Anschlussflächen betrachten. Der Montageleitfaden von Gütegemeinschaft und ift Rosenheim beschreibt die Bestandsaufnahme als Grundlage der Montageplanung im Altbau. Montageleitfaden, Abschnitt 7.1.1
Klären Sie, wer die endgültigen Bestellmaße verantwortet und wann Sie die Ausführung freigeben. Bitten Sie um eine Zeichnung mit Öffnungsrichtung und Aufteilung. Wenn ein breiter Durchgang wichtig ist, lassen Sie die nutzbare lichte Breite festhalten. Das Außenmaß des Rahmens beantwortet diese Frage nicht.
Zeigen Sie bekannte Schäden oder Feuchtigkeit im Eingangsbereich. Fragen Sie, welche Teile erst nach dem Ausbau beurteilt werden können und wie der Betrieb dann vorgeht. Eine schriftlich benannte Unsicherheit ist hilfreicher als eine pauschale Zusage, die vorhandene Bausubstanz werde schon passen.
Montage und Anschlüsse konkret beschreiben lassen
Eine Tür braucht eine zum Baukörper passende Befestigung und einen geplanten Anschluss. Die Befestigung überträgt Kräfte in das Gebäude. Die Anschlussfuge muss weitere Aufgaben erfüllen, darunter Luftdichtheit und Schutz vor Feuchtigkeit und Witterung. Diese Funktionen unterscheidet der Montageleitfaden ausdrücklich. Montageleitfaden, Kapitel 5 und 6
Die Angebotszeile “Montage inklusive” lässt deshalb Fragen offen. Bitten Sie um eine kurze Beschreibung der vorgesehenen Befestigung, Dämmung und Abdichtung. Dazu gehört, wie der Betrieb die Anschlussflächen vorbereitet und die neue Tür mit dem vorhandenen Wandaufbau verbindet.
Vereinbaren Sie, wer anschließend die sichtbaren Oberflächen fertigstellt. Soll der Putz nur ausgebessert oder auch gestrichen werden? Wer ergänzt einen beschädigten Bodenbelag? Welche Arbeiten erledigt der Türbetrieb selbst, welche ein weiterer Betrieb? Diese Abgrenzung verhindert, dass Sie nach dem Einbau vor einem funktionierenden Türelement mit unfertigem Eingangsbereich stehen.
Die Schwelle braucht eine eigene Planung
Eine niedrige oder schwellenlose Lösung kann den Zugang erleichtern. Gleichzeitig muss der untere Anschluss zur Höhe des Innenbodens und zur Situation vor dem Haus passen. Die Verbraucherzentrale betrachtet deshalb Zugänglichkeit und Wetterschutz gemeinsam, einschließlich Entwässerung und gegebenenfalls Vordach. Planung des Hauszugangs
Lassen Sie die geplante Schwellenhöhe und den Übergang zum Außenbelag zeichnen. Fragen Sie, wohin Niederschlagswasser abläuft und ob zusätzliche Arbeiten vor der Tür nötig sind. Solche Arbeiten gehören mit Zuständigkeit und Kosten ins Angebot.
Die Bezeichnung “barrierearm” erklärt noch nicht, wie gut Sie den Eingang nutzen können. Betrachten Sie auch Durchgang, Bewegungsraum und Bedienkraft. Eine einzelne Schwellenhöhe macht den gesamten Zugang nicht automatisch barrierefrei.
Preis, Zusatzarbeiten und Termine vereinbaren
Vergleichen Sie den Bruttogesamtpreis für denselben fertiggestellten Umfang. Trennen Sie enthaltene Leistungen, feste Optionen und noch offene Arbeiten. Bei einer Abrechnung nach Aufwand sollten Stundensätze, Materialberechnung und mögliche Nebenkosten erkennbar sein.
Klären Sie, ob ein verbindliches Angebot, ein Kostenvoranschlag oder ein Festpreis für den beschriebenen Umfang vorliegt. Auch bei einem Festpreis können später vereinbarte zusätzliche Arbeiten den Auftrag verändern. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, Umfang, Termin und Vergütung schriftlich festzuhalten. Hinweise zur Beauftragung
Vereinbaren Sie, dass der Betrieb zusätzliche Leistungen samt Kosten vor ihrer Ausführung mit Ihnen abstimmt. Halten Sie auch fest, wann Aufmaß, Freigabe und Einbau vorgesehen sind. Fragen Sie bei einem bewohnten Haus, wie der Zugang während der Arbeiten gesichert wird und welche Lösung vorgesehen ist, falls der Austausch nicht wie geplant fertig wird. Lassen Sie sich konkrete Termine für Ihr Vorhaben nennen.
Förderung vor der Unterschrift prüfen
Für den energetischen Haustüraustausch kann die BAFA-Förderung für Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle infrage kommen. Die Programmseite nennt derzeit einen Grundfördersatz von 15 Prozent der förderfähigen Ausgaben und verlangt die Einbindung eines Energieeffizienz-Experten. Weitere Voraussetzungen betreffen unter anderem das Gebäude und die Antragstellung. BAFA-Programmseite
Die BEG-EM-Richtlinie vom 17. August 2026 nennt für Außentüren beheizter Räume und Hauseingangstüren in Wohngebäuden einen Ud-Wert von höchstens 1,3 W/m²K. Der Wert allein begründet noch keinen Förderanspruch. Auch Einbau und Nachweise müssen passen. Ein vorhandener individueller Sanierungsfahrplan bedeutet nach der aktuellen Regelung nicht automatisch 20 Prozent Zuschuss auf sämtliche Türkosten. BEG-EM-Richtlinie, Nummer 8.4.2 und technische Mindestanforderungen
Stimmen Sie die Förderung vor Vertragsabschluss mit der Energieberatung ab. Für den Antrag ist ein Lieferungs- oder Leistungsvertrag mit einer aufschiebenden oder auflösenden Förderbedingung und voraussichtlichem Umsetzungsdatum erforderlich. Der Antrag muss vor Vorhabenbeginn gestellt werden. Planungs- und Beratungsleistungen dürfen vorher erfolgen. BAFA-Merkblatt, Schritt 1
Die Angaben wurden am 19. September 2026 geprüft. Kontrollieren Sie die geltenden Bedingungen vor Ihrem Antrag erneut. Vergleichen Sie Angebote zunächst zum vollen Preis und führen Sie eine mögliche Förderung getrennt auf.
Abnahme und Unterlagen schon im Angebot mitdenken
Planen Sie zum Abschluss einen gemeinsamen Termin mit dem Betrieb. Die folgende Checkliste hilft bei der sichtbaren Prüfung und Bedienprobe:
- Stimmen Modell, Farbe, Glas, Griffe und Zubehör mit der Bestellung überein?
- Öffnet, schließt und verriegelt die Tür wie vereinbart, ohne unerwartetes Schleifen oder Klemmen?
- Funktionieren sämtliche Schlüssel und vereinbarten elektrischen Bedienmöglichkeiten?
- Sind sichtbare Oberflächen und Glas unbeschädigt, Dichtungen vollständig und Anschlussarbeiten fertig?
- Liegen die vereinbarten Produktnachweise sowie Bedienungs-, Pflege- und Wartungsunterlagen vor?
- Hat der Betrieb die Bedienung erklärt und offene Arbeiten mit einem Termin festgehalten?
Die Sichtprüfung kann verdeckte Befestigungen und Abdichtungen nicht beurteilen. Vereinbaren Sie bei Bedarf vorab Fotos der Anschlüsse vor dem Verschließen oder eine fachkundige Begleitung. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, die Anschlussfugen bereits während der Montage zu kontrollieren. Broschüre, Seite 18
Dokumentieren Sie erkennbare Mängel schriftlich, möglichst mit Fotos. Wenn Sie trotz bekannter Mängel abnehmen, behalten Sie sich die entsprechenden Rechte ausdrücklich vor. Wegen unwesentlicher Mängel allein kann die Abnahme nicht verweigert werden. § 640 BGB
Mit geklärten Anforderungen zur Haustüranfrage
Ein vergleichbares Angebot beschreibt, welche Tür Sie bekommen, wie sie eingebaut wird und welche Arbeiten zum fertigen Eingang dazugehören. Fordern Sie fehlende Angaben nach, bevor Sie sich entscheiden. Bleiben zwei Ausführungen unterschiedlich, lassen Sie sich den konkreten Mehrwert erklären und entscheiden Sie, ob Sie ihn im Alltag brauchen.
Für den nächsten Schritt müssen Sie noch kein Türmodell festlegen. Wenn Sie den Austausch planen, können Sie bei Haustür Angebote eine kostenfreie und unverbindliche Haustüranfrage stellen. Halten Sie Angaben zur vorhandenen Tür, Ihren wichtigsten Wünschen und dem geplanten Zeitraum bereit. Die Vergleichstabelle hilft Ihnen anschließend, die angebotenen Leistungen gezielt durchzugehen.
Welche Haustür passt zu Ihrem Zuhause?
Beschreiben Sie Ihr Vorhaben und fragen Sie passende Anbieter für Haustüren an. Ihre Anfrage ist kostenfrei und unverbindlich.
Haustür anfragen